Wir haben uns sehr darüber gefreut, unsere Arbeit im Transferhub am 20.02.2026 auf der Konferenz des EFRE/JTF-Programms NRW 2021-2027 auf Zeche Zollverein präsentieren zu dürfen. Auf der Veranstaltung kamen 400 Personen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die Vertreter*innen der geförderten Projekten, sowie interessierte Akteur*innen für eine Bestandsaufnahme und einen Blick in die Zukunft zusammen. In der Projektgalerie stand der Transferhub, als eins von 16 ausgewählten Projekten, der mehr als 2000 geförderten EFRE/JTF-Projekte beispielhaft für die unterschiedlichen Förderlinien und die große für die nachhaltige Innovationskraft der Wissenschaft und Wirtschaft in NRW. Auf der Veranstaltung zeigte sich wie die europäische Kohäsionspolitik konkret zur regionalen Entwicklung und zur Transformation beigeträgt.

Als Teil der Förderlinie Transformation in Kohleregionen durften wir unser Projekt vorstellen. Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch von Silke Krebs, Staatssekretärin des MWIKE, sowie Dr. Nina Wunderlich, Unterabteilungsleiterin der Europäischen Investitionsbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und Stefan Szuggat, Beigeordneter für Umwelt, Planen und Wohnen der Stadt Dortmund.
Wie europäische Kohäsionspolitik in NRW zum Transformationsmotor wird
Dr. Sümeyra Kaya, Radio- und Fernsehjournalistin beim WDR sowie promovierte Geschichtswissenschaftlerin, führte durch die Veranstaltung. Im Fokus stand die europäische Kohäsionspolitik. Die Kohäsionspolitik ist ein zentraler Politikbereich der Europäische Union. Ihr Ziel ist es, wirtschaftliche, soziale und territoriale Unterschiede zwischen den Regionen Europas zu verringern und ein ausgewogeneres Wachstum zu fördern: so auch das nördliche Ruhrgebiet, das im Zentrum unseres Projekts Transferhub Digitalisierung & Circular Economy steht.
Mona Neubaur, Ministerin des MWIKE NRW, führte überzeugend aus, welche positive Wirkung die Kohäsionspolitik bei der Gestaltung der Transformation in NRW zeigt. In der ersten Podiumsdiskussion des Tages richtete sie ihren Blick auch ganz bewusst nach Bottrop und lobte die dortigen kommunalen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Innovationen für die Circular Economy, die weit über die Region hinaus strahlen. Raffaele Fitto, Vizepräsident für Kohäsion und Reformen der Europäischen Kommission, fand in seiner Videobotschaft viele wertschätzende Worte für die in NRW geleistete Arbeit.

In einer wissenschaftlichen Keynote präsentierte Prof. Dr. Angelika Krehl vom Institut Regional- und Strukturforschung der Hochschule Niederrhein spannende Erkenntnisse zu regionalen Transformationsprozessen. Klar wurde hier was Innovation benötigen: Menschen und gesellschaftliche Netzwerke, die für Innovationen brennen, Hartnäckigkeit aber auch Zeit und Raum um Ideen umsetzen zu können – hierfür liefert das EFRE-JTF 2021-27 eine gute Basis.
Leszek Pietraszek, stellvertretender Marschall der Woiwodschaft Schlesien, und Melanie Hackler, CEO der matterr GmbH, boten fundierte Einblicke in Entwicklungen, die durch die Förderung möglich gemacht wurden. Sowohl aus der Perspektive eines innovativen Start-Ups, als auch einer strukturschwachen und ökologisch belasteten Region, die hart mit der Abkehr vom Kohlebergbau zu kämpfen hat.
Impulse für Verbesserungen und Blicke in die Zukunft

In einer Podiumsdiskussion setzten sich unser Projektverantwortlicher Prof. Dr. Uwe Handmann und Silke Krebs, Melanie Hackler, Stefan Szuggat, Beigeordneter für Umwelt, Planen und Wohnen der Stadt Dortmund, sowie Ulla Thönnissen, Geschäftsführerin des Region Aachen Zweckverband, kritisch mit der europäischen Regionalförderung auseinander. Während alle Beteiligten sich einig waren, dass das EFRE/JTF Programm ein sehr erfolgreiches Förderprogramm ist, das in vielen Teilen genau so weiter geführt werden solle, kamen auch ein paar Ideen auf, wie die Förderung noch effizienter gestaltet und verbessert werden können. So standen Ideen wie eine Verlängerung der Förderzeiträume, ein Ausbau der digitalen Infrastruktur zur Berichtsführung, sowie eine Anpassung an die Vorraussetzungen für junge Unternehmer*innen als Fördernehmer im Zentrum der Diskussion.
Fazit
Die Konferenz unterstrich die Vielfalt der geförderten Projekte und deren Wirksamkeit in den verschiedenen Regionen NRWs. Darüber hinaus gab es viel Raum für die Vernetzung der verschiedenen Akteur*innen untereinander und einen produktiven Diskurs zu den positiven Einflüssen, aber auch Verbesserungsmöglichkeiten der Förderinstrumente zur Kohäsionspolitik in den kommenden Jahren. Wir sind gespannt, wie die europäische Kohäsionspolitik in Zukunft gestaltet und umgesetzt wird.

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