Rückblick auf ein gelungenes TuN – Gründer*innen treffen sich an der HRW

Was bedeutet es, in unserer Region ein neues Unternehmen zu gründen, von der ersten Idee bis zur Umsetzung? Genau darüber tauschten sich am 05.02.2026 mehr als 80 Teilnehmer:innen beim TuN – Treffen und Netzwerken an der Hochschule Ruhr West aus.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Starterschmiede sowie den Wirtschaftsförderungen der Städte Bottrop und Gladbeck in Kooperation mit Prof. Dr. Sabrina Eimler (HRW). Unter dem Motto „Networking trifft Campus-Vibes“ entstand eine offene und inspirierende Atmosphäre, die Raum für Begegnungen und neue Impulse bot.

Jelena Meyer Vicente, neue Netzwerk-Hosterin des Startercenter Bottrop und selbst Gründerin eines Kosmetikunternehmens, eröffnete den Abend mit einer kurzen Ansprache und persönlichen Vorstellungsrunde. Damit legte sie den Grundstein für einen lebendigen Austausch auf Augenhöhe, ganz im Sinne der Idee hinter TuN.

Auch wir als Hochschule brachten unsere Perspektiven ein: Neben den Projekten RuhrBots und mint4u waren wir in Kooperation mit dem Prosperkolleg e.V. mit den Projekten Cirpel und mit dem Transferhub vor Ort, um die aktuelle Entwicklungen unserer Forschung vorzustellen und mit der Gründungsszene ins Gespräch zu kommen.

Unsere Beiträge aus dem Transferhub: Digitalisierung & Kreislaufwirtschaft greifbar gemacht

Im Austausch mit den Gründer:innen zeigten wir, wie Digitalisierung und Circular Economy konkret zusammen umgesetzt werden: praxisnah, verständlich und mit Blick auf neue Geschäftsmodelle.

Felix Neufeld (links) und Johanna Manz zeigen, wie Lieferketten digitalisiert werden können.
Mit dem Chatbot von Yi-Sheng Hsu (rechts) sind Informationen leicht zugänglich.

Digitaler Produktpass (DPP): Wir stellten vor, wie sich die neue EU-Regulatorik mit minimalem Aufwand in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren lässt. Mit dem von Prof. Dr. Malte Weiß und seinem Team entwickelten Schema-Generator bieten wir Vorlagen, die gesetzliche Anforderungen bereits erfüllen und Unternehmen eine sichere Implementierung ermöglichen.

Ergänzend machen 3D-Visualisierungen komplexe Produktprozesse anschaulich und intuitiv nachvollziehbar. Fragen zum Digitalen Produktpass lassen sich zudem schnell und verständlich über unseren Chatbot „HRW Doc“ klären.

Jonas Stehr (links) führt vor, wie Roboter sich über einen KI-gestützten Chatbot steuern lassen.

Robotik & KI für besseres Recycling: Wie können KI-gestützte Systeme Materialkreisläufe stärken? Wir demonstrierten, wie intelligente Objekterkennung es Robotern ermöglicht, Produkte und Materialien präzise zu identifizieren und zu trennen. 

Ein Beispiel: die automatisierte Müllsortierung, die durch verbesserte Vorsortierung Qualitätsverluste beim Schreddern und Einschmelzen reduziert und Materialkreisläufe stärkt.

Roman Eyck (links) und Cindy Eudenbach (rechts) haben Temi zu einem CE-Advisor weiterentwickelt.

Soziale Roboter: Mit unserem Roboter „Temi“ zeigten wir, wie Informationszugang niedrigschwellig gestaltet werden kann. Hält man beispielsweise ein kaputtes Smartphone vor seine Kamera, erkennt Temi das Gerät und erklärt verständlich, wie es recycelt werden kann. So wird Kreislaufwirtschaft alltagsnah und unmittelbar erfahrbar.

Vanessa Carls (vorne) und Sophia Fedder (hinten) nutzen Blockchain für fälschungssichere Informationsketten.

Blockchain für transparente Informationsketten: Auch die Rolle der Blockchain-Technologie war Thema: Wir erläuterten, wie sich Lieferketten fälschungssicher und transparent abbilden lassen. Unternehmen und Konsument:innen können dadurch nachvollziehen, woher Produkte und Materialien stammen, dies ist ein zentraler Baustein für nachhaltige und resiliente Wertschöpfung.

Prof.’in Dr. Sabrina Eimler (rechts) ist Expertin für VR und zeigt, wie vielseitig sich die Technologie einsetzen lässt.

Die Vielfalt des Transferhubs in der virtuellen Realität: Mithilfe des VR-Gesamtdemonstrator machten wir das Projekt interaktiv erlebbar. Der Demonstrator gibt eine kompakte Einführung in das Projekt: Neben der Vorstellung des Teams und der Projektziele erhielten die Besucher:innen Einblicke in unsere Labore sowie Audiostatements der Projektverantwortlichen zu zentralen Fragestellungen rund um Digitalisierung und Circular Economy. Ergänzt wird dies durch zwei interaktive Quizformate die das Wissen spielerisch vertiefen. 

Darüber hinaus stellte das Team von Prof.’in Sabrina Eimler ein geplantes digitales Infotainment-Angebot auf der Halde Haniel vor. Hier ist es Ziel Besucher:innen beim Besteigen der Halde standortbezogene Informationen direkt auf dem Smartphone bereitzustellen: perspektivisch auch unter Einbindung von Augmented Reality. Im Fokus werden insbesondere die Geschichte des Bergbaus, regionale Landmarken und Unternehmen stehen, die in Bereichen wie Circular Economy, Künstliche Intelligenz oder Blockchain aktiv sind. 

Neue Verbindungen, neue Perspektiven

Das TuN-Netzwerktreffen hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und engagiert die Gründungslandschaft in unserer Region ist. Für uns war der Abend eine wertvolle Gelegenheit, unsere Arbeit im Dialog mit Gründer:innen zu spiegeln, neue Perspektiven mitzunehmen und konkrete Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen zu identifizieren.

Wir blicken mit einem sehr guten Gefühl auf die Veranstaltung zurück, bereichert durch viele inspirierende Gespräche und neue Kontakte, und freuen uns darauf, die entstandenen Verbindungen weiterzuführen.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert