Im Transferhub entsteht ein digitales Infotainment-Angebot für Besucher:innen der Halde Haniel, einem Symbol mit identitätsstiftender Wirkung im nördlichen Ruhrgebiet.
Studierende aus den Masterstudiengängen Mensch-Technik-Interaktion und Informatik haben im Wintersemester 2025/2026 unter Anleitung von Prof. Dr. Sabrina Eimler, Lukas Erle und ihrem Team umfangreiche Konzepte erarbeitet, wie Bottrop und das nördliche Ruhrgebiet an und auf der Halde Haniel in Bottrop interessant und lehrreich erlebt werden können. Das ehemalige Zechengelände dient als beliebtes, begehbares Monument für den Kohleabbau in der Region und bietet der lokalen Bevölkerung, aber auch Gästen ein attraktives Natur- und Freizeiterlebnis mit historischem, sportlichem und künstlerischem Reiz, was stetig in Entwicklung ist und mit der IG Halde Haniel eine eigene, große Fangemeinschaft hat.
Vier Ideen für „Halde Digital“
Nach einer gemeinsamen Begehung der Halde Haniel zusammen mit Stefan Wittling von der IG Halde Haniel entwickelten die Studierenden mit Unterstützung von vielen Akteuren der Stadt, zahlreiche Konzepte rund um den Besuch der Halde Haniel. Vier innovative Ideen werden im Rahmen des Transferhub weiterverfolgt: Eine AR-Tour mit einem digitalen Bergbau-Avatar vermittelt die Geschichte des Bergbaus entlang des Kreuzwegs. Der „Haldenblick“ macht auf der Spitze die wichtigsten Landmarken der Umgebung erkennbar. Eine „Circular View“ zeigt, wo bereits heute diverse Unternehmen im nördlichen Ruhrgebiet zukunftsweisende Schritte im Bereich der Kreislaufwirtschaft gehen. Zuletzt lädt ein digitales Museum dazu ein, in die Geschichte der Halde Haniel und ihre kulturelle Bedeutung für die Region einzutauchen. Alle Ideen mit Video sind auf der Seite der IG Halde ausgestellt.
Vielen Dank an das Stadtarchiv Bottrop und an die Ehrengarde Prosper-Haniel Bottrop e.V. sowie Stefan Wittling für die fachkundige Unterstützung bei den Projekten.
Von der Idee zur App
Der Transferhub setzte bereits das von den Studierenden Nina Heisterkamp, Geena Harmuth, Jil Uboreck und Antonia Reichel entwickelte Konzept des digitalen Museums um. Die Anwendung vermittelt die Entstehung der Halde in sieben Schichten – von den geologischen Grundlagen bis hin zu Zukunftsperspektiven. Jede dieser Ebenen bietet spannende Einblicke in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Bottrops und der gesamten Region. In weiteren Schritten sollen die attraktiven Elemente der anderen Konzepte in diese oder andere Angebote überführt werden. Insbesondere die Sichtbarmachung des Twin Transition Potenzials des nördlichen Ruhrgebiets steht dabei im Fokus.

Jetzt mitmachen
Der Prototyp kann bereits jetzt getestet werden:
Welche Ideen haben Sie? Anregungen und Feedback nehmen wir gerne über sabrina.eimler@hs-ruhrwest.de entgegen. Wir freuen uns Ihre Meinung und arbeiten kontinuierlich weiter an diesem Projekt.

