Der Online-Kurs auf einen Blick
Der Kurs führt in die Grundlagen des Aluminiumrecyclings ein und erklärt, warum „gleiches Material“ nicht automatisch gleiche Qualität bedeutet. Es wird anschaulich dargestellt, wie Legierungen aufgebaut sind, welche Rolle Normen und Grenzwerte spielen und warum kleine Abweichungen große Folgen für die spätere Anwendung haben können.
Sie erfahren, wo die meisten Qualitätsverluste in der Recyclingkette entstehen und wo die Grenzen der heutigen Sortierung liegen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie ein Material-Fingerabdruck helfen kann, Aluminium nicht nur zu erkennen, sondern seine Qualität genauer zu bestimmen.

Das nehmen Sie mit:
- Differenziertes Verständnis der Werkstofffamilie Aluminium
- Einordnung, warum Normen und Grenzwerte als Ziele eines hochwertigen Kreislaufes von großer Bedeutung sind
- Verständnis der Aussagekraft aktueller EU-Recyclingkennzahlen sowie der Unterschiede zwischen Recyclingmenge und Recyclingqualität
- Überblick darüber, wo und wie Qualitätsverluste in der Recyclingkette entstehen
- Einblick in heutige Sortierverfahren und ihre Grenzen
- Grundverständnis der laserinduzierten Plasmaspektroskopie als möglichem Ansatz zur Legierungsbestimmung
Der Kurs richtet sich an:
Unternehmen, Fach- und Führungskräfte aus Recycling, Metallverarbeitung, Produktion, Produktentwicklung und Produktdesign für die Circular Economy sowie Studierende und Interessierte, die Metallrecycling besser verstehen möchten.
Details:
Anforderungen: Technisches Vorwissen ist nicht erforderlich.
Zeitaufwand: Lerndauer ca. 45 Minuten, Abschlusstest ca. 15 Minuten
Abschluss: Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Zertifikat.
Kursbeschreibung
Aluminium gilt als gut recycelbar. Doch beim genaueren Hinsehen zeigt sich: Aluminium ist nicht einfach Aluminium. Hinter dem Begriff stehen zahlreiche Legierungen, deren elementare Zusammensetzung darüber entscheidet, für welche Anwendungen sie geeignet sind. Was äußerlich gleich aussieht, kann technisch sehr unterschiedlich sein.
Im Training erklären wir, warum diese Materialvielfalt im Recycling zum Problem werden kann. Sie erfahren, wo bestehende Sortierverfahren an Grenzen stoßen, wie dadurch hochwertige Legierungen in gemischten Stoffströmen verloren gehen und weshalb dies Downcycling, Mehrkosten und eine erhöhte Umweltbelastung verursachen kann.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche Informationen für qualitätserhaltendes Recycling benötigt werden. Erforderlich ist ein „Material-Fingerabdruck“, der Aufschluss über die chemische Zusammensetzung und die enthaltenen Legierungselemente gibt, statt nur das Grundmaterial zu erkennen. Als möglicher technologischer Ansatz wird die Laser-induzierte Plasmaspektroskopie vorgestellt, mit der sich Materialien schnell und genau identifizieren und gezielter in hochwertige Kreisläufe zurückführen lassen.
Ziel ist ein fundiertes Verständnis dafür, warum hochwertiges Metallrecycling nicht nur davon abhängt, ob Material im Kreislauf bleibt, sondern auch davon, in welcher Qualität es wieder eingesetzt werden kann. Dafür braucht es verlässliche Informationen über das Material und geeignete technische Verfahren.
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